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#27 – Eine Alternative zu OneNote

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Ich werde manchmal zu Alternativen zu OneNote gefragt, darum habe ich – und ich gestehe: erst viel zu spät – mir eine App auf dem iPad genauer angesehen, die praktisch als “Klon” von OneNote durchgehen könnte. wenngleich nicht so umfangreich, aber doch mit ein paar besonderen Features.

Outline

Ehrlich gesagt: Würde OneNote nach einem neuen Namen suchen, dann wäre “Outline” der passendste (wenngleich dann wieder Probleme mit Outlook entstehen würden….). OneNote ist für mich immer noch das einfachste und beste Werkzeug, um Dinge rasch aufzuschreiben, zu umreißen, zu “skizzieren” und eben in der Phase des Erstellens auf “digitales Papier” bringen, was sonst die “interne Festplatte” verstopft.

Und für genau diese Dinge gibt es hunderte Apps in verschiedensten Ausprägungen und Formen.

 

Seit 2011 gibt es die App “🔗Outline” von der Firma “Gorillized Corporation” (was für ein cooler Name), die genau dafür konzipiert wurde, OneNote-Notizbücher auf dem iPad zu öffnen. Die App geht getrost als “Klon” von OneNote durch und hat nicht nur fast das selbe Look-and-Feel, sondern ist ab der ersten Minute für OneNote-User selbsterklärend.

Es ist meines Wissens nach aber die einzige App am iPad, die nativ mit OneNote-Notizbüchern arbeiten kann und auch das OneNote-Dateiformat verwendet und genau deswegen ist es vielleicht für viele hier interessant, mal einen genaueren Blick darauf zu werfen.

 

Outline kostet für die MAC-Welt 39,99$, für das iPad schlagen 9,99$ zu Buche. Die App steht leider nur in englischer Sprache zur Verfügung. Für das Video und die nachfolgenden Betrachtungen wurde die Version 3.2205.0 (3204) verwendet.

🔗Hier geht es zur Webseite.

Missing feature?!

OneNote gab es bereits in den ersten Tagen des iPads (2011) als eigene App, Mac-User mussten aber bis 2014 (🔗Link) warten, ihre Notizbücher auch auf dem Mac in einer “nativen” App anzusehen, und so ist es nicht verwunderlich, dass hier andere Programmierer versuchten, diese Lücke zu füllen.

Ich gebe zu, für mich war das als “Nicht-Appleianer” komplett uninteressant, da es umgekehrt eben auch viele Apps gibt, die einfach nur in der Apfel-Welt laufen… Das ist halt so.

Aber plattformübergreifende Apps sind halt mittlerweile Pflicht.

Mit der Strategie OneNote, auf allen Plattformen kostenlos (!) verfügbar zu machen, hat Microsoft eben ein gewaltiges und mächtiges “Ökosystem” geschaffen, das OneNote auch in die 2020er Jahre gebracht hat.

Auch wenn viele “Altlasten” (OneNote ist über 20 Jahre alt!) natürlich vorhanden sind und in Zeiten von “if it does not work on mobile, it does not work!”, die mobile Benutzung bei vielen  UserInnen im Vordergrund stehen, so ist für mich diese plattformübergreifende Lösung immer noch ein Leuchtturm in Microsofts Produktpalette, das seit ein paar Jahren auch dank der massiven Education-Welt raus aus dem Nischendasein kommt.

Zurück zu Outline. Der App ist der Grundgedanke eindeutig anzusehen, OneNote Notizbücher in der Apple Welt öffnen und bearbeiten zu können und so ist auch die Organisation in Notizbücher, Abschnittsgruppen, Abschnitte, Seiten, Unterseiten 1-zu-1 wie in OneNote. Und auch in der Bedienung ähnelt die App OneNote, ist aber bei weitem nicht so “mächtig”. 

Grundlegende Textverarbeitung, Formatierung, Aufzählungen, Tabellen usw. sind auf den Seiten möglich:

Die Seiten können ebenso wie in OneNote arrangiert, die Seitenfarbe angepasst  und auch eine Stifteingabe ist vorhanden, wobei diese nicht automatisch gestartet wird, wenn man den Apple Pencil verwendet, sondern mit einem Klick auf ein Icon gestartet werden muss. Weiters ist anzumerken, dass bis zu sechs verschiedene Stifte definiert werden können, leider muss auch immer manuell in den Radiermodus gewechselt werden.

 Grundsätzlich ist die Stifteingabe aber sehr gut und flüssig, Durchsensitivität wird erkannt, “tilting” leider nicht

Speicherung des Notizbuches lokal
oder in verschiedenen (!) Clouds

Ein besonderes Feature von Outline ist, dass man seine Notizbücher entweder lokal auf dem iPad speichern kann, oder in verschiedenen Cloudspeicher, also nicht nur OneDrive (for Business) oder SharePoint, sondern auch iCloud, Dropbox, Google Drive, Box und sogar WebDAV.

(Ein Beitrag zum “Fremdsyncen” von OneNote Notizbüchern  findet sich hier)

Das ist wirklich außergewöhnlich, wenn man bedenkt, dass der “native” OneNote Sync-Client bei allen Geräten die Dateien von der Cloud in einen lokalen Cache (in Form von Binärdaten) synchronisiert, und dadurch sehr schnell Veränderungen zwischen Cloud und Gerät aktualisieren kann. 

Ich weiß leider nicht, wie das hier mit Outline gelöst wird, aber ein Blick auf mein Google Drive hat gezeigt, dass hier wirklich .one-Dateien für die OneNote-Abschnitte auf dem Google Drive angelegt werden, also gehe ich davon aus, dass immer die komplette one-Datei synchronisiert wird, was bei großen Abschnitten/Notizbüchern doch ziemlich viel Traffic erzeugt und damit auch nicht wirklich schnell abläuft.

Aber schon alleine die Möglichkeit, sich den Cloud-Anbieter auszusuchen oder überhaupt auf eine Speicherung seiner Notizbücher in der Cloud zu verzichten und nur lokal zu arbeiten, ist ein sehr, sehr starkes Feature, das so in keiner OneNote-App angeboten wird.

 

Was mir leider NICHT gelungen ist, ist ein Notizbuch vom SharePoint online zu öffnen. Das hätte mich deswegen sehr genau interessiert, weil ja alle OneNote Kursnotizbücher (via Teams) auf einer SharePoint-Bibliothek liegen und ich hätte gern Outline mit einem OneNote Kursnotizbuch ausprobiert.

Ich denke aber, dass dies grundsätzlich kein Problem darstellen müsste, wie gesagt liefert aber die App eine reproduzierbare Fehlerschleife, sobald ich mich auf einer SharePoint-Seite einloggen möchte.

ein paar interessante Features

Favoriten

Ein weiteres Feature, das so nicht in OneNote vorhanden ist, sind die Favoritenseiten. Man kann mit einem Stern jede beliebige Seite als Favorit festlegen, und dies dann über ein eigenes Icon blitzschnell aufrufen, über alle Notizbücher hinweg.

So etwas wünsche ich mir schon länger von OneNote, dies lässt sich zur Zeit aber nur mit Addins wie z.B. 🔗Gem for OneNote realisieren.

Die Suche funktioniert hingehen in Outline genauso gut, außer dass Handschrift nicht erkannt wird. Ebenso gibt es den Verlauf der zuletzt bearbeiteten Seiten in der Übersicht.

 

Inhaltsverzeichnis

Ein weiteres direkt eingebautes Feature von Outline ist das automatische Erstellen eines verlinkten Inhaltsverzeichnisses – entweder für das gesamte Notizbuch, oder für einen ausgewählten Abschnitt.

Auch das ist zwar mit einem Addin in OneNote lösbar, aber eine direkte Implementierung wäre fein.

(Die erzeugten Links folgen wirklich dem OneNote-Link-Prinzip und funktionieren auch in der OneNote App, wenn das Notizbuch mit OneDrive synchronisiert wurde)

 

Personalisierung mit Bildern

Zu guter Letzt noch ein kleines, aber feines Feature für die Optik: Man kann in Outline für seine Notizbücher Bilder zur Ansicht verwenden bzw. verschieden Farben (wie in OneNote) zur besseren Darstellung seiner Notizbücher verwenden.

Es sind zwar nicht gerade viele Bilder zum auswählen, aber für das Auge ist es ganz nett, hier ein bisschen Individualisierung reinzubekommen.

Gerade wie im 🔗letzten Beitrag geschrieben, wäre ein umfangreiches optisches Update für OneNote dringend von Nöten, um hier noch mehr für die nächsten 20 Jahre gewappnete zu sein.
In diesem 🔗Reddit-Thread bringt  👨‍💻Individual_Change365 ein paar sehr gute Ideen als Mock-Up, für ein neues OneNote-Design.

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Abschlussgedanken

Ich habe natürlich immer andere Apps im Auge, die sich auf OneNote beziehen, oder ähnliche Dinge anbieten, doch ich muss auch zugeben, dass Outline bis vor Kurzem so überhaupt nicht auf meinem Radar erschienen ist.

Vielleicht liegt der Grund auch daran, dass es keine wirklich große Nutzergemeinde geben dürfte (?), die Erfinder und Programmierer hier auch nicht so präsent auf den sozialen Medien bzw. Kanälen sind (🔗offizielle Facebook-Gruppe hat seit fast zwei Jahren keinen Beitrag, auf 🔗Twitter ist es seit fast 5 Jahren still, und auch der 🔗YouTube Kanal ist nur mit vier Videos aus längst vergangener Zeit bestückt.

Für alle in der Apple-Welt, die gern Alternativen zu OneNote ausprobieren wollen und die 10 € investieren wollen ist die Outline App sicherlich interessant, gerade, wenn man eben seine Notizbücher NUR lokal abspeichern möchte oder eben mit anderen Cloud-Diensten synchron halten möchte.

Wer sich hier angesprochen fühlt, der wird mit Outline sicherlich eine solide und praktikable Anwendung finden, gerade im Bildungsbereich gibt es hier sicher NutzerInnen. (in Zusammenhang mit dem leidigen Thema “Datenschutz/Cloud/… gibt es hier sicher interessante Einsatzszenarien!)

Für mich fällt die App in die Kategorie “Gut zu wissen, dass es das gibt”, und sollte ich mal Probleme mit OneNote Notizbüchern bekommen, so könnte ich mir vorstellen, diese App als eine Art BackUp zu verwenden, aber für den täglichen, produktiven Einsatz sind mir (auch, weil ich das iPad eher NICHT produktiv einsetze), doch zu wenig Features in Outline vorhanden, sodass ich Outline nicht einsetzen werde.

Auf alle Fälle wird es hier in Zukunft noch weitere Blicke über den Tellerrand geben und Du bekommst hier mehr Infos zu Alternativen zu OneNote!

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